Das Adenokarzinom, welches in der westlichen Welt in den letzten 20 Jahren sehr deutlich an Häufigkeit zunimmt, entsteht meist im unteren Teil der Speiseröhre am Übergang zum Magen. Oft ist eine Refluxerkrankung (saurer Rückfluss in die Speiseröhre) langjährig vorhanden. Durch sauren oder galligen Rückfluss von Mageninhalt wird die Schleimhaut der unteren Speiseröhre dauernden Entzündungsreizen ausgesetzt und die dort vorhandenen Zellen können sich verändern. Als Vorstufe (Präkanzerose) wird der sogenannte Barrett-Ösophagus angesehen, bei dem Veränderungen der Schleimhaut der Speiseröhre vorliegen. Hieraus kann sich im weiteren Verlauf ein Speiseröhren- oder auch Übergangskarzinom (ein Tumor am Übergang vom Magen zur Speiseröhre) entwickeln. Als begünstigende Faktoren für die Entwicklung einer Refluxerkrankung gelten Übergewicht, Alkohol, Nikotin, Koffein, fett- und proteinreiche Ernährung sowie diverse Medikamente. Aktuell ist das Adenokarzinom die häufigste Form des Speiseröhrenkrebses in Deutschland.