Die Achalasie ist eine seltene Erkrankung, die durch eine fehlende Erschlaffung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre gekennzeichnet ist. Dadurch gelangen Speisen nur erschwert aus der Speiseröhre in den Magen. Die meisten Patienten erkranken zwischen 20 und 40 Jahren, die Ursache ist bisher ungeklärt. Die Diagnose wird mittels Röntgenuntersuchung, evtl. Computertomographe, Magenspiegelung und Manometrie (Druckmessung in der Speiseröhre) gestellt. 

Achalasie

Behandlung der Achalasie

Ursächlich ist die Achalasie bis heute nicht heilbar, jedoch gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten für die betroffenen Patienten, um wieder eine normale Nahrungsaufnahme und ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Leichtere Formen können mit Medikamenten (Nitrate und Kalziumkanalblocker) behandelt werden, die in der Regel aber nur kurzfristig Abhilfe schaffen können). Als nächsten Schritt bieten wir eine endoskopische Therapiemöglichkeiten, z.B. die Aufdehnung der Speiseröhre mittels eines Ballons an. Dieser Eingriff muss meist mehrfach durchgeführt werden, ist sehr risikoarm und führt oft zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit. Als chirurgische Therapieoption wird der untere Schließmuskel der Speiseröhre in Schlüssellochtechnik durchtrennt, womit im Regelfall eine dauerhafte Beschwerdefreiheit erreichen werden kann. Die Entfernung der Speiseröhre ist glückerlicherweise nur in absoluten Ausnahmefällen erforderlich.

Risiko der Tumorentstehung

Das Risiko für die Ausbildung eines Speiseröhrenkarzinoms welches auf dem Boden einer Achalasie entsteht liegt bei etwa 0,34 % pro Patient pro Jahr. Da dieses Risiko hiermit sehr deutlich erhöht im Vergleich zur gesunden Normalbevölkerung ist, führen wir auch bei der Achalasie, ähnlich wie bei der Barretterkrankung ein regelmäßiges endoskopisches Screening auf mögliche Veränderungen im Sinne einer Krebserkrankung der Speiseröhre durch.