Etwa 10% aller Patienten mit einer Refluxösophagitis entwickeln einen sogenannten Barrettösophagus. Darunter versteht man eine Umwandlung der oberflächlichen Zellschicht (Epithel) im unteren Anteil der Speiseröhre. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.

Barrettösophagus

Diagnose und endoskopische Kontrolle

Die Diagnose eines Barrettösophagus wird endoskopisch gestellt. Zur Diagnosesicherung werden Gewebeproben entnommen und vom Pathologen untersucht.  Bei Nachweis eines Barrett-Ösophagus ist die regelmäßige endoskopische Kontrolle geboten, es werden regelmäßig und systematisch Gewebeproben entnommen, um mögliche bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Das Risiko für die Ausbildung eines Adenokarzinoms (des sogenannten Barrett-Karzinoms) auf dem Boden eines Barrett-Ösophagus liegt bei etwa 0,12 % pro Patient pro Jahr.

Barrettösophagus

Therapie des Barrettösophagus

Wird eine solche Veränderung im frühen Stadium entdeckt (hochgradige intraepitheliale Neoplasie oder auf die Mukosa beschränktes Adenokarzinom) kann eine minimal-invasive endoskopische Resektion erfolgen. Bei bösartigen Veränderungen, die bereits weiter fortgeschritten sind und tiefer in die Wandschichten der Speiseröhre einwachsen muss jedoch eine chirurgische Therapie (Entfernung der Speiseröhre+umliegende Lymphknoten) erfolgen da in diesem Fall das Risiko einer Lymphknotenstreuung gegeben ist.