Die Operation stellt nach wie vor die zentrale kurative Therapiemodalität für nicht gestreute Speiseröhrenkarzinome dar. Hierfür wurden in den letzten 70 Jahren unterschiedliche technische Varianten der chirurgischen Speiseröhrenentfernung und der Wiederherstellung der Speisepassage beschrieben.  Insbesondere in den letzten zehn Jahren wurden zunehmend minimal-invasive chirurgische Techniken der Tumorentfernung an der Speiseröhre entwickelt und es konnten deutliche Vorteile insbesondere bezüglich der postoperativen Lungenkomplikationen, der postoperativen Schmerzsymptomatik und der Dauer des Krankenhausaufenthaltes in Studien belegt werden. 

Minimal Invasive Operation beim Speiseröhrenkrebs.

Was bedeutet "minimal-invasiv" ?

Bei den minimal invasiven Operationen werden der Tumor und die umgebenden Lymphknoten über sehr kleine Schnitte, im Sinne der sogenannten "Schlüssellochchirurgie" für den Patienten schonend entfernt. Ebenso erfolgt die Rekonstruktion, d.h. die Wiederherstellung der Verbindung der oberen tumorfreien Speiseröhre mit dem zu einem Schlauch umgeformten Magen ebenfalls zum Teil in minimal-invasiver Technik. Eine detaillierte Beschreibung des in unserem Zentrum regelhaft durchgeführten Verfahrens finden sie hier. In geeigneten Fällen wenden wir auch komplett minimal-invasive Techniken mit der nahezu kompletten Vermeidung eines konventionellen "Schnittes" an.

Behandlung im spezialisierten Zentrum

Die beschriebenen Vorteile finden sich sowohl bei den komplett minimalinvasiven Verfahren als auch bei den sogenannten minimalinvasiven Hybridverfahren welche einen Teil der Operation in minimalinvasiver Technik und den anderen in der konventionellen offenen chirurgischen Technik durchführen. Am Ösophaguskarzinomzentrum des Universitätsklinikums Freiburg wird der Großteil der Patienten in minimal-invasiver Technik an der Speiseröhre operiert.